Rückblick

Eine kleine hölzerne Synagoge in Floß bestand bereits im Jahr 1721. Diese brannte 1813 aber vollständig nieder. Mit dem Neubau wurde bereits 1815 begonnen und konnte 1817 vollendet werden. Während der Novemberpogrome 1938 wurde auch die Floßer Synagoge nicht verschont. Innerhalb kurzer Zeit wurde die komplette Innenausstattung völlig zerstört, die Fenster eingeschlagen, und der Thoraschrein herausgerissen. Außerdem wurden wertvolle Kunstgegenstände gestohlen. In der Nachkriegszeit befand sich in den 1950er Jahren für einige Jahre ein Schuhmacherbetrieb in dem heruntergekommenen Gebäude. Am 28. April 1954 stellte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege den Status der ehemaligen Synagoge als Kunstdenkmal fest. Nach einem Besitzerwechsel plante der neue Besitzer die Einrichtung einer Knopffabrik, zu dem es aber nie kam. Im Jahr 1963 wurde die Synagoge nach dem Bemühen des Marktes Floß von der israelitischen Kultusgemeinde gekauft. In den 1970er Jahren wurde der Entschluss zur Restaurierung des Gebäudes gefasst, sodass die Synagoge am 8. November 1980 wieder in ihrem ursprünglichen Zustand hergestellt war.

Im Jahr 2022 jährt sich der Todestag von Pater Petrus Mangold zum 80. Mal. Aus diesem Anlaß wurde am Sonntag, 17. Juli 2022 im Kloster Pfreimd eine Gedenktafel angebracht. Die Segnung der Tafel erfolgte durch Pater Bernhard Braun, den letzten Pfreimder Guardian, im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst um 9.00 Uhr in der Klosterkirche. Ein Gang zum ehemaligen Klosterfriedhof, wo Pater Petrus Mangold die letzte Ruhe fand, beschloss den Festakt. Hans Paulus zeigte anschließend den Lebenslauf des Verstorbenen auf. Unter dem Thema "Namen statt Nummern" wird in der Klosterkirche Pfreimd (Antoniuskapelle) eine internationale Wanderausstellung präsentiert. Die Bannner der Ausstellung beschreiben die Schicksale einzelner Häftlinge. Am 22. März 2022 wurde Pater Petrus Mangold in das Gedächtnisbuch der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgenommen.

Sonntag, 26. Juni 2022. Wir fuhren mit Fahrgemeinschaften nach Schiltern zum Prügelhof. Schiltern gehörte bis 1817 zur Landgrafschaft Leuchtenberg. Unter einem schattigen Nussbaum erzählte uns Herr Eimer viel wissenswertes über die auf dem Prügelhof stehende, 1833 erbaute Kapelle mit dem darin befindlichen Maria-Hilf-Bild in Hinterglasmalerei.

Vortrag von Herrn Dr. Martin Dallmeier im Bürgersaal Schloss Pfreimd Lebensverhältnisse in Pfreimd und Umgebung um 1860 nach dem Physikatsbericht Nabburg.

2020 fiel die JHV (Jahreshauptversammlung) coronabedingt aus. Heuer stand im Mittelpunkt der JHV die Vorstellung der diesjährigen Jahresschrift, die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um 6,-€ auf 30,-€, sowie die Ehrung etlicher Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit. Nur wenige der zu ehrenden Mitglieder waren persönlich anwesend: Für 15-jährige Mitgliedschaft Giesela Hösl und Gabi Rotter. Für 25-jährige Mitgliedschaft Christa Schichtl und Peter Egerer.

Ein hervorragender Bildervortrag von Maria Richthammer spürte in einem Streifzug durch 650 Jahre Pfreimder Geschichte den jüdischen Spuren nach. Die Judengasse am Rande der Altstadt weist schon daraufhin, dass in Pfreimd ab dem 14. Jahrhundert jüdische Familien lebten. Landgraf Albrecht holte sie nach Pfreimd, war doch die Judensteuer eine sehr ergiebige Einnahmequelle. Städtische Bürger schätzten die Möglichkeit, sich schnell und einfach Geld zu leihen. Auch Landgraf Wilhelm war ein eifriger Kunde und dennoch verwies er mit Samuel Ulman 1620 den letzten seines Standes aus der Landgrafschaft. Nach dem Judenedikt von 1813 war es der jüdischen Kaufmannsfamilie Arnstein aus Fürth erst möglich, Mühlen zu erwerben und als Glasschleifen zu nutzen. 1880 kaufte sie die Stadtmühle. Den Viehhandel dagegen durften Juden schon immer ausüben. Sie waren regelmäßig auch auf den Pfreimder Viehmärkten vertreten.

Fahrt nach Neunburg vorm Wald. - Franz Herbst, selbst ehemaliger Wernberger und "Leuchtenberger" führte uns durch die Stadt. Den Schwerpunkt seiner ausführlichen und äußerst interessanten Führung legte er auf die Kurpfalz und die Zeit, als Neunburg Residenz von Neumarkt-Neunburg war.

Stadtführerin Alexandra Prem zeigte uns in Regensburg viele interessante Sehenswürdigkeiten

Vortrag im Bürgersaal Schloß Pfreimd von Kurt Engelhard über die Ausgrabungen in Iffelsdorf

Frau Baumann führte uns durch die Ausstellung im Dokumentationszentrum Hinterglasmalerei. Die Ausstellung wurde errichtet an der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn - Thanstein. Erläutert wurden die Familiengeschichte und Lebensumstände, Motive und Bildtypen der Hinterglasbilder und anderer bildnerischer Techniken, Handel, Vertrieb und heutige Verbreitung sowie die Technik für das Malen hinter Glas, Malgrund und Materialien.

Tagesausflug. Besuch der Burgruine Hilgartsberg, anschließend Wanderung entlang der Ilz zur Triftsperre, danach kurzer Aufenthalt in Passau.

Anlässlich des Jubiläums "800 Jahre Pfarrei Pfreimd" fand im Bürgerhaus eine umfangreiche Ausstellung über die Geschichte der Pfarrei statt, gestaltet in hervorragender Weise von Helmut Friedl.

Dia-Audio-Vision anläßlich des Jubiläums "800 Jahre Pfarrei Pfreimd" Thema: "Unsere Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus aussergewöhnlichen Blickwinkeln" (Text: Hans Paulus, Bilder: Reinhard Steindl, Sprecher: Waltraud Gebhard u. Josef Eichinger)

Wir sind mit dem Bus nach Grünsfeld gefahren zur Ausstellungseröffnung im Leuchtenbergsaal.

Führung in Luhe durch H. Eimer

Bei unserem Besuch in Oberviechtach durften wir zuerst das modernst eingerichtete Museum besichtigen, nach dem anschl. kurzen Stadtrundgang das "Doktor Eisenbarth Festspiel" - eine kurzweilige Darbietung mit der Mischung aus historischer Authentizität, spannungsgeladener Szenen- abfolge und reichlich Situationskomik.

Vortrag von H. Spichtinger im Turmmaurerturm: "Episoden aus der böhmischen Kultur und Geschichte".

Das historische Mühlrad von der Bruckmühle in Pfreimd wurde unter Leitung von Christoph Schnabel in aufwändiger Weise restauriert. Nach Fertigstellung dreht es sich nun seit Oktober 2012 im Schleifmühlbach.

Anlässlich des vor 400 Jahren in Pfreimd stattgefundenen Kaiserbesuchs haben wir im Bürgersaal eine außergewöhnliche Ausstellung gestaltet. Der Krönungszug wurde in seiner personellen Zusammensetzung dargestellt und - als besonderes Highlight wurde der gesamte Tross auf einem 3x5 Meter großem historischen Stadtplan im Modell maßstabsgetreu nachgebildet.

Die Pfreimder Klosterkrippe wurde erstmals in ihrem vollen Umfang anlässlich einer Sonderausstellung im Seminarraum des Klosters aufgebaut. Auf einer Länge von über 14 Metern sind insgesamt rund 250 Krippenfiguren zu bewundern.

Anlässlich unseres 25-jährigen Vereinsjubiläums wurde im Turmmaurerturm die Ausstellung "Ansichtskarten von Pfreimd" mit über 300 verschiedenen originalen Ansichtskarten gezeigt.

7. Pfreimder Krippenausstellung mit rund 50 verschiedenen Krippen in der alten Schulturnhalle. Es wurden historisch wertvolle Barockkrippen, verschiedenen Kasten- und Papierkrippen sowie auch moderne Darstellungen der Heiligen Familie gezeigt.

An drei Wochenenden wurde dem Werk des Heimatforschers und Künstlers Franz Ostler im Turmmaurerturm in einer Ausstellung gedacht. Erstmals wurde vor allem das künstlerische Werk Franz Ostlers der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.